Endlich wieder Alben hören: Meine Reise zurück zum MP3-Player
Ich hab’s getan. Ich habe einen Schritt gemacht, der im Jahr 2026 eigentlich völlig Banane klingt: Ich habe mir wieder einen dedizierten MP3-Player gekauft.
Warum zur Hölle ein MP3-Player?
Ganz ehrlich: Mein Musikkonsum hat mich nur noch genervt. Ich mache Spotify auf, AirPods rein – und dann fängt das große Skippen an. Ich klicke mich durch Playlists, höre 30 Sekunden hier, 20 Sekunden da, und am Ende habe ich keinen einzigen Song wirklich genossen. Ich wollte dieses Gefühl zurück, sich einfach mal wieder auf ein Album einzulassen, ohne dass ständig eine WhatsApp-Nachricht oben auf dem Display aufploppt.
Zuerst dachte ich an meinen alten Walkman. Aber seien wir ehrlich: Unterwegs ständig Kassetten mitschleppen und hoffen, dass kein Bandsalat entsteht? Auch nicht das Wahre. Außerdem habe ich vor Jahren meine ganze Sammlung aus LPs, CDs und Tapes mühsam digitalisiert – die Schätze verstaubten einfach auf meiner Festplatte.
Die Suche nach dem richtigen Player
Also fing ich an zu suchen. Erst dachte ich an einen iPod Classic, aber wer hat heute noch Lust auf das ganze iTunes-Gefummel oder darauf, erst eine neue Firmware zu flashen? Dann bin ich bei Reddit über High-Res-Player gestolpert. Da gab es den FiiO M21, aber 350 € für einen MP3-Player? Und dann läuft da wieder Android drauf – also im Grunde wieder ein halbes Handy in der Tasche. Das war genau das, was ich nicht wollte.
Nach ein bisschen Stöbern im FiiO-Store bin ich dann am Snowsky Echo Mini hängen geblieben. Er sah für mich auf den ersten Blick aus wie ein moderner Walkman: simpel, schick, aber mit einem vernünftigen Display.
Der erste Eindruck: Plastik-Bomber oder Klangwunder?
Also bestellte ich ihn mir. Mein allererster Eindruck beim Auspacken war allerdings: „Oje, was hast du dir da bloß gekauft?“ Die Verpackung wirkte extrem grell und fast schon kindhaft. Auch das Gerät selbst fühlte sich im ersten Moment wie ein „Plastik-Bomber“ an – das Gewicht war gefühlt leichter als eine Feder.
Aber ich dachte mir: Schauen wir mal, vielleicht überrascht er mich ja noch. Und was soll ich sagen? Das hat er auf voller Länge
Zuerst stand die Vorbereitung an. Da ich meine Musik ordentlich sortiert haben wollte, habe ich mir MusicBee heruntergeladen. Ich musste mich zwar erst mal ein bisschen in das Programm einfuchsen, aber nachdem der Groschen gefallen war, ging alles echt schnell und einfach von der Hand.
Der Sound-Check: Studio-Qualität in der Hosentasche
Nachdem die SD-Karte fertig bespielt war und im Player steckte, kam der Moment der Wahrheit. Ich schloss meine EOZ Audio und später die Beyerdynamic DT 770 Pro an und drückte auf Play. Ich muss sagen:
Einfach nur WOW!
Die Kombination aus FLAC-Dateien, einem ordentlichen High-Res Audio-Chip und guten Kopfhörern liefert einen Sound ab, den ich bis dato so nur aus meinem Studio kannte. Plötzlich war sie wieder da: die Tiefe und die Klarheit, die beim Standard-Streaming über das Smartphone einfach verloren gehen. Der kleine „Plastik-Bomber“ hat sich als echtes Klangwunder entpuppt.
Mein Fazit: Musikhören wieder neu gelernt
Seitdem begleitet mich der Player durch meinen gesamten Alltag. Egal wo ich bin – der kleine FiiO ist dabei. Das Spannendste daran ist aber, wie sehr sich mein Hörverhalten verändert hat: Ich nehme mir wieder die Zeit, höre in Ruhe zu und genieße die Musik wirklich, statt nur im Hintergrund zu skippen.
Mein Interesse an High-Res-Playern ist durch diesen „Plastik-Bomber“ definitiv geweckt worden. Ich habe richtig Lust bekommen, mich noch tiefer in das Thema reinzufuchsen. Mal schauen, was da in Zukunft noch so kommt – der große Bruder vom Mini lacht mich ja auch schon ein bisschen an…