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Auch wenn das Jahr privat für mich nicht gut gestartet ist, ging es musikalisch wieder richtig los. Innerhalb kurzer Zeit gab es zwei Anfragen von Bands. Beide hörten sich echt gut an. Jetzt musste nur noch eine Entscheidung gefällt werden…

Die erste Anfrage klang perfekt: Ein Gitarrist wollte eine Band im Bereich Bluesrock zusammenstellen – genau mein Ding. Nach kurzem Hin und Her über Bandmix tauschten wir Nummern aus und vereinbarten einen Termin zum Kennenlernen. Eine Woche Wartezeit hieß es nun für mich. Doch in genau dieser Woche meldete sich zufällig jemand aus meiner alten Band. Die Trennung damals war leider nicht gut gelaufen und hatte mir für die letzten Jahre gründlich die Lust auf Bands verdorben.

Er schrieb, dass sich einige Mitglieder mit ein paar neuen Leuten wieder zusammengetan hätten und noch ein zweiter Gitarrist gesucht werde. Ich hielt mich erst einmal bedeckt und meinte, ich würde es mir mal anschauen. Er lud mich zur nächsten Probe am Dienstag ein – genau der Tag, an dem ich mich auch mit dem anderen Gitarristen treffen wollte. Zum Glück passte das zeitlich, wenn auch nur knapp. Ich sagte zu.

Ein paar Tage später bekam ich jedoch eine Nachricht von dem ersten Gitarristen: eine Absage. Er hatte sich entschieden, doch noch mit der Gründung zu warten, da es beruflich gerade stressig ist und er die Sache nur zu 100 % angehen will. Eine Entscheidung, die ich komplett nachvollziehen kann. Wir wollen in Kontakt bleiben, also mal abwarten, was passiert.

Zurück zu meiner „alten/neuen“ Band: Vor der ersten Probe hatte ich einige Sorgen. Wird es so wie beim letzten Mal? Passen die Leute überhaupt noch zu mir und sind wir musikalisch noch auf derselben Ebene? Ein bisschen positiv stimmte mich vorab die Setlist. Erstmal nichts Besonderes: Creep (Radiohead), Bitch (Meredith Brooks) und Zombie (The Cranberries). Typische „Schulband-Lieder“, dachte ich. Aber dann sah ich einen Song: The Weight (Original von The Band), aber hier in der Blues-Version von Jeff Healey. Ein fantastischer Song, den ich erst vor ein paar Monaten in dieser Version entdeckt hatte. Also hieß es: Üben für die erste Probe!

Der Tag der Probe kam und ich war tatsächlich ein bisschen aufgeregt. Als ich reinkam, begrüßten mich sofort zwei alte Bandkollegen. Wir unterhielten uns und fingen schon mal ein bisschen an; der Bassist kam später dazu. Wir probten The Weight, Summer of ’69 und Creep. Es lief gut. Dann wechselten wir zur Blues-Improvisation und ein paar Fun-Songs (La Grange, Thunderstruck etc.). Man glaubt es kaum, aber ich stand sogar ein paar Mal am Mikrofon! Am Ende der Probe war allen klar: Ich bin jetzt Teil dieser Band.

Nun sitze ich hier, komme gerade von der zweiten Probe zurück und bin einfach nur baff. Endlich wieder Musik machen mit Spaß, ohne Stress im Nacken für irgendeinen Gig zu üben, und einfach mal improvisieren. Heute war sogar eine neue Gitarre am Start – aber dazu in einem anderen Blog-Eintrag mehr! 😉 Jetzt heißt es erst mal abwarten und schauen, was kommt. Vielleicht ja in ferner Zukunft auch mal ein paar Gigs…

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