New Gear Day: Die Uptown Kat ist eingezogen!
Ein lang ersehnter Traum Seit knapp einer Woche besitze ich nun endlich eine neue Gitarre: eine Epiphone Uptown Kat in Emerald City Metallic. Damit habe ich mir einen lang gehegten Traum erfüllt. Schon seit Ewigkeiten schiele ich immer wieder auf die klassischen Archtop- und Semihollow-Modelle von Gibson und Epiphone. Dieser zeitlose Stil ist einfach legendär. Egal ob bei den großen Blues-Giganten wie Chuck Berry und B.B. King oder in einem meiner absoluten Lieblingsfilme „Zurück in die Zukunft“ – dieser warme, sustainreiche Sound ist überall zu hören und hat mich schon immer fasziniert. Der Zufall wollte es, dass ein Bekannter der Familie genau dieses Modell verkaufen wollte. Ich zögerte nicht lange, stellte den Kontakt her und besuchte ihn für eine Probesession. Schon beim ersten Anschlagen war klar: Was für ein Sound! Wir unterhielten uns noch sehr lange über das Instrument und die Musik, und verblieben schließlich so, dass ich mich in den nächsten Tagen mit einer endgültigen Entscheidung melden würde. Es folgten zwei lange Tage, in denen ich innerlich Pro- und Kontra-Listen wälzte. Doch am Ende siegte das Herz (und der Klang): Ich entschied mich für die Gitarre. Ich habe die Gitarre nun seit knapp einer Woche im Einsatz und bin nach wie vor begeistert. Den ersten Praxistest bei einer intensiven Bandprobe hat sie bereits mit Bravour bestanden. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich im Langzeittest schlägt, aber aktuell bin ich mir sicher: So schnell werde ich sie nicht wieder hergeben. Bilder folgen…
Endlich wieder Alben hören: Meine Reise zurück zum MP3-Player
Endlich wieder Alben hören: Meine Reise zurück zum MP3-Player Ich hab’s getan. Ich habe einen Schritt gemacht, der im Jahr 2026 eigentlich völlig Banane klingt: Ich habe mir wieder einen dedizierten MP3-Player gekauft. Warum zur Hölle ein MP3-Player? Ganz ehrlich: Mein Musikkonsum hat mich nur noch genervt. Ich mache Spotify auf, AirPods rein – und dann fängt das große Skippen an. Ich klicke mich durch Playlists, höre 30 Sekunden hier, 20 Sekunden da, und am Ende habe ich keinen einzigen Song wirklich genossen. Ich wollte dieses Gefühl zurück, sich einfach mal wieder auf ein Album einzulassen, ohne dass ständig eine WhatsApp-Nachricht oben auf dem Display aufploppt. Zuerst dachte ich an meinen alten Walkman. Aber seien wir ehrlich: Unterwegs ständig Kassetten mitschleppen und hoffen, dass kein Bandsalat entsteht? Auch nicht das Wahre. Außerdem habe ich vor Jahren meine ganze Sammlung aus LPs, CDs und Tapes mühsam digitalisiert – die Schätze verstaubten einfach auf meiner Festplatte. Die Suche nach dem richtigen Player Also fing ich an zu suchen. Erst dachte ich an einen iPod Classic, aber wer hat heute noch Lust auf das ganze iTunes-Gefummel oder darauf, erst eine neue Firmware zu flashen? Dann bin ich bei Reddit über High-Res-Player gestolpert. Da gab es den FiiO M21, aber 350 € für einen MP3-Player? Und dann läuft da wieder Android drauf – also im Grunde wieder ein halbes Handy in der Tasche. Das war genau das, was ich nicht wollte. Nach ein bisschen Stöbern im FiiO-Store bin ich dann am Snowsky Echo Mini hängen geblieben. Er sah für mich auf den ersten Blick aus wie ein moderner Walkman: simpel, schick, aber mit einem vernünftigen Display. Der erste Eindruck: Plastik-Bomber oder Klangwunder? Also bestellte ich ihn mir. Mein allererster Eindruck beim Auspacken war allerdings: „Oje, was hast du dir da bloß gekauft?“ Die Verpackung wirkte extrem grell und fast schon kindhaft. Auch das Gerät selbst fühlte sich im ersten Moment wie ein „Plastik-Bomber“ an – das Gewicht war gefühlt leichter als eine Feder. Aber ich dachte mir: Schauen wir mal, vielleicht überrascht er mich ja noch. Und was soll ich sagen? Das hat er auf voller Länge Zuerst stand die Vorbereitung an. Da ich meine Musik ordentlich sortiert haben wollte, habe ich mir MusicBee heruntergeladen. Ich musste mich zwar erst mal ein bisschen in das Programm einfuchsen, aber nachdem der Groschen gefallen war, ging alles echt schnell und einfach von der Hand. Der Sound-Check: Studio-Qualität in der Hosentasche Nachdem die SD-Karte fertig bespielt war und im Player steckte, kam der Moment der Wahrheit. Ich schloss meine EOZ Audio und später die Beyerdynamic DT 770 Pro an und drückte auf Play. Ich muss sagen: Einfach nur WOW! Die Kombination aus FLAC-Dateien, einem ordentlichen High-Res Audio-Chip und guten Kopfhörern liefert einen Sound ab, den ich bis dato so nur aus meinem Studio kannte. Plötzlich war sie wieder da: die Tiefe und die Klarheit, die beim Standard-Streaming über das Smartphone einfach verloren gehen. Der kleine „Plastik-Bomber“ hat sich als echtes Klangwunder entpuppt. Mein Fazit: Musikhören wieder neu gelernt Seitdem begleitet mich der Player durch meinen gesamten Alltag. Egal wo ich bin – der kleine FiiO ist dabei. Das Spannendste daran ist aber, wie sehr sich mein Hörverhalten verändert hat: Ich nehme mir wieder die Zeit, höre in Ruhe zu und genieße die Musik wirklich, statt nur im Hintergrund zu skippen. Mein Interesse an High-Res-Playern ist durch diesen „Plastik-Bomber“ definitiv geweckt worden. Ich habe richtig Lust bekommen, mich noch tiefer in das Thema reinzufuchsen. Mal schauen, was da in Zukunft noch so kommt – der große Bruder vom Mini lacht mich ja auch schon ein bisschen an…
Musikalische Neuanfänge: Zwischen Absagen und alten Bekannten
Auch wenn das Jahr privat für mich nicht gut gestartet ist, ging es musikalisch wieder richtig los. Innerhalb kurzer Zeit gab es zwei Anfragen von Bands. Beide hörten sich echt gut an. Jetzt musste nur noch eine Entscheidung gefällt werden… Die erste Anfrage klang perfekt: Ein Gitarrist wollte eine Band im Bereich Bluesrock zusammenstellen – genau mein Ding. Nach kurzem Hin und Her über Bandmix tauschten wir Nummern aus und vereinbarten einen Termin zum Kennenlernen. Eine Woche Wartezeit hieß es nun für mich. Doch in genau dieser Woche meldete sich zufällig jemand aus meiner alten Band. Die Trennung damals war leider nicht gut gelaufen und hatte mir für die letzten Jahre gründlich die Lust auf Bands verdorben. Er schrieb, dass sich einige Mitglieder mit ein paar neuen Leuten wieder zusammengetan hätten und noch ein zweiter Gitarrist gesucht werde. Ich hielt mich erst einmal bedeckt und meinte, ich würde es mir mal anschauen. Er lud mich zur nächsten Probe am Dienstag ein – genau der Tag, an dem ich mich auch mit dem anderen Gitarristen treffen wollte. Zum Glück passte das zeitlich, wenn auch nur knapp. Ich sagte zu. Ein paar Tage später bekam ich jedoch eine Nachricht von dem ersten Gitarristen: eine Absage. Er hatte sich entschieden, doch noch mit der Gründung zu warten, da es beruflich gerade stressig ist und er die Sache nur zu 100 % angehen will. Eine Entscheidung, die ich komplett nachvollziehen kann. Wir wollen in Kontakt bleiben, also mal abwarten, was passiert. Zurück zu meiner „alten/neuen“ Band: Vor der ersten Probe hatte ich einige Sorgen. Wird es so wie beim letzten Mal? Passen die Leute überhaupt noch zu mir und sind wir musikalisch noch auf derselben Ebene? Ein bisschen positiv stimmte mich vorab die Setlist. Erstmal nichts Besonderes: Creep (Radiohead), Bitch (Meredith Brooks) und Zombie (The Cranberries). Typische „Schulband-Lieder“, dachte ich. Aber dann sah ich einen Song: The Weight (Original von The Band), aber hier in der Blues-Version von Jeff Healey. Ein fantastischer Song, den ich erst vor ein paar Monaten in dieser Version entdeckt hatte. Also hieß es: Üben für die erste Probe! Der Tag der Probe kam und ich war tatsächlich ein bisschen aufgeregt. Als ich reinkam, begrüßten mich sofort zwei alte Bandkollegen. Wir unterhielten uns und fingen schon mal ein bisschen an; der Bassist kam später dazu. Wir probten The Weight, Summer of ’69 und Creep. Es lief gut. Dann wechselten wir zur Blues-Improvisation und ein paar Fun-Songs (La Grange, Thunderstruck etc.). Man glaubt es kaum, aber ich stand sogar ein paar Mal am Mikrofon! Am Ende der Probe war allen klar: Ich bin jetzt Teil dieser Band. Nun sitze ich hier, komme gerade von der zweiten Probe zurück und bin einfach nur baff. Endlich wieder Musik machen mit Spaß, ohne Stress im Nacken für irgendeinen Gig zu üben, und einfach mal improvisieren. Heute war sogar eine neue Gitarre am Start – aber dazu in einem anderen Blog-Eintrag mehr! 😉 Jetzt heißt es erst mal abwarten und schauen, was kommt. Vielleicht ja in ferner Zukunft auch mal ein paar Gigs…
Nach 3 Jahren zurück auf der Bühne
Am 10.09.2024 war es wieder für mich soweit. Ich stand endlich mal wieder auf der Bühne, auch wenn das ganze eher spontan und ein kleiner Zufall war. Aber fangen wir vorne an. Eines Abend´s war ich mit einer Freundin spontan in Münster, wir liefen durch die Altstadt und hörten auf einmal aus einem kleinen Lokal Blues Musik. Als wir uns das mal genauer anschauten endeckten wir das die Musik von einer Liveband stammte. Daraufhin änderten wir unsere Pläne für diesen Abend und schauten uns die Live Band an. Mir fiel auf das die Musiker sich an diesem Abend teilweise abwechselten und sehr viel improvisierten. Wie ich im nachhinein herausfand war das ganze ein Bluesjam der jeden Dienstag dort stattfindet. Da wir den Abend sehr gut fanden vereinbarten wir das wir uns das die folgende Woche auch anschauten sollten. Also trafen wir uns am 10.09 und fuhren dieses mal zu dritt wieder nach Münster. Im vorhinein späßelten wir noch das ich ja dort auch spielen sollte. Auf verdacht nahm ich also mal meine Telecaster mit. In Münster angekommen gingen wir auch auf den direkten Weg zum Bluesjam, dort angekommen fingen dann meine Freunde dann an mich zu fragen, wann ich denn jetzt auf die Bühne gingen würde. Ich zögerte aber nahm meinen ganzen Mut zusammen und ging in einer kurzen Set Pause zu einem Sänger und fragte Ihn ob ich denn auch Spontan heute spielen könnte. Er sagte das wäre gar kein Problem, ich solte meine Gitarre aus dem Auto holen und könnte in dem nächsten Set dabei sein. Also ging los holte meine Telecaster. Kurz bevor ich auf die Bühne ging, merkte ich wie mein Adrenalin durch den Köper schoss. Auf der Bühne angekommen war ganz plötzlich mein Kopf komplett leer. Als wir dann mit dem ersten Lied anfingen und ich die Solos spielen sollte, merkte ich das die ganzen Pentatoniken wie aus dem nichts vergessen hatte. Also versuchte ich das beste daraus zu machen, was ehre schlecht als Recht war. Aber ab dem zweiten Lied ging es dann wieder, ich fande den Groove und hatte dann auch Spaß am spielen. Nach dem zweiten Song hatte ich wieder Bühnenblut geleckt. Für den Abend war es das allerdings für mich. Aber am Ende redete ich noch ein bisschen mit der Band und wie sich heraus stellte verstand man sich auf anhieb und mir wurde gesagt ich sollte doch jetzt jeden Dienstagabend vorbei schauen. Dieses Angbot kann ich natürlich schlecht ablehnen. Also wird es jetzt öfters was von mir hören zu geben, und natürlich darf man auch gerne beim Bluesjam vorbeischauen. Dafür einfach mein Instagram Profil im Auge behalten dort werde ich das früh genug ankündigen. ; ) Und zum Schluss nochmal ein großes Dank für Kaya und Lisa die nicht aufgehört haben mich zu überreden dort aufzutreten. Und das netterweise auch für die Nachwelt aufgenommen haben.